Betroffene Mitbürger:innen

gemeinsam gegen Geruchsbelästigungen

in Brühl, Hürth und Umgebung

"UNS STINKT'S"

Wird der Bürger dumm gedacht ? Geruchsbelästigungen in Brühl, Hürth und Umgebung Aufgrund verschiedener Gespräche mit betroffenen Mitbürgern:innen aus Brühl, Hürth und Umgebung, sowie diverser Pressemitteilungen u. a. auch von der Bezirksregierung Köln hier ein Zwischen-Resümee zum Thema "UNS STINKT'S". Es wird seitens der Betriebe und der Bezirksregierung auf ein Vertrauen gesetzt, wofür bei den Bürger:innen nie eine Basis geschaffen wurde. Unterschwellig stellen die Betriebe und die Behörden sich jetzt überrascht, warum die betroffe- nen Bürger:innen so misstrauisch sind. Alle beschwören sie jetzt, dass es ihnen doch darum geht, die Sachlage zu er- gründen und die Geruchsbelästigung bestenfalls abzustellen. Dranbleiben ist also angesagt, mit allen demokratischen Mitteln, die auch uns zur Verfügung stehen!

Link zur ARD-Mediathek

"Vergifteter Boden, verseuchtes Wasser":

Wir haben zu DDR-Zeiten die Menschen in und um Bitterfeld wegen der Umweltbelastungen und des fehlenden Umweltschutzes bedauert. Heute stellen wir fest, dass sie im Gegensatz zu uns wissen, welche Altlasten im Boden sind, dass hier in Knapsack Umweltgifte verkippt wurden und, dass wir trotz des Umweltschutz nicht darüber aufgeklärt werden, was alles dort lagert. Saure Seen, belastete Böden, übel stinkende Luftschwaden, geplante Erweiterung des Chemieparks und geplante Aufstockung der Mülldeponie rüt- teln einige Menschen wach, die mehr Aufklärung verlangen. Angebracht wäre jetzt von Seiten der Behörden und der auch auch ehemaligen und alteingesessenen Unternehmen eine wahrhaftige Aufklärung der Bürger über alle Altlasten, bevor weiteres Gelände bebaut und "zugegraben" wird. BITTE NICHT!!! Es geht um unser Wohnumfeld, unsere Lebensqualität und die unserer Kinder und Enkelkinder. Es sieht alles so schön grün im und um den Villewald aus. Naturgefühl, das trügen könnte! BITTE BLEIBT DRAN!!!

"UNS STINKT'S" in der Presse:

Kölner Stadt Anzeiger FREITAG, 12. AUGUST 2022 Rhein-Erft Anwohner wehren sich gegen Gestank Gutachter ermitteln Geruchskorridore Wetterdaten auch berücksichtigt VON ANICA TISCHLER Brühl/Hürth. Fäulnisgeruch, mal süßlich, mal eher verbrannt oder chemisch. Es rieche nach vergorenem, kochendem Biomüll oder auch nach verbranntem Plastik mit Lösungs- mittel. So beschreiben Willi Koch aus Brühl-Heide und Susanne Geilen aus Hürth-Kendenich die unangenehmen Gerüche, mit denen sie sich seit über einem Jahr regelmäßig konfrontiert sehen. Es gebe zwar Bemühungen seitens der Behörden wie der Bezirksre-gierung Köln oder des Kreises, die Ursachen aus- zumachen, berichten sie. Aber das sei ihnen nicht genug, es fehle ihnen an Kommunikation mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern. Deshalb haben sie zusammen mit anderen Anwohnerinnen und Anwohnern aus Brühl und Hürth die Initiative "Uns stinkt's" gegründet. Denn nicht nur den beiden stinkt es. Viele Bürgerinnen und Bürger, hauptsächlich aus den Städten Brühl und Hürth sowie aus Erftstadt, beschweren sich seit mehreren Monaten über immer wiederkehrende, teils ekelerregende Gerüche. Wo sie herkommen, ist nach wie vor ungeklärt. Seit Juli 2021 seien bis Mai 2022 über 800 Beschwerden über Geruchsbelästigung bei der Bezirksregierung Köln ein- gegangen, sagte Dezernentin Nicola dieser Zeitung im Mai. Weil die Beschwerden nicht abrissen, führt seit Anfang des Jahres ein Gutachter-Team der Firma Aneco eine "Raster- begehung" durch. 36 Messfelder in Brühl, Hürth und Erftstadt mit 95 Messstellen werden regelmäßig von den Gutachtern aufgesucht, die festgestellte Gerüche in eine Smartphone- App eintragen. Zusammen mit aktuellen Wetterdaten soll so ein Korridor der Gerüche erstellt und mögliche Quellen aus- gemacht werden. Beauftragt sind die Gutachter von mögli- chen Verursachern des Geruchs, ihre Auftraggeber dürfen sie jedoch nicht nennen. Die Bezirksregierung Köln und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (Lanuv) begleiten die Begehung. Die Unterschiedlichkeit der Gerüche zu verschiedenen Zeiten erschwert die Zuordnung. Das wissen auch Willi Koch und Susanne Geilen. "Unser oberstes Ziel ist es, dass es aufhört zu stinken", sagt Geilen. Vielen anderen gehe es auch so. Die Initiative erhalte immer mehr Zulauf, berichtet Koch. Mehr als 500 Betroffene unterzeichneten schon im Oktober Geilens Petition an die Behörden. Regelmäßig meldeten Geilen und Koch den Gestank über das Meldeformular "Geruchsbelästigung NRW". "In Brühl stinkt es auch mal tagsüber", so Koch. Nachts sei es am schlimmsten, sagt Geilen. Natürlich ist das Geruchsempfinden immer auch individuell", sagt Geilen: "Manche riechen nichts, wenn es andere schon stört." Durchschnittlich mache sie drei Meldungen pro Woche, berichtet sie. Susanne Geilen und Willi Koch wüssten gerne mehr über die Rasterbegehung und aktuelle Zwischenergebnisse. Die Begehung durch die beauftragten Gutachter läuft weiter. Wie die Bezirksregierung Köln auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, ende die Erfassung am 21. August. Danach würden die Ergebnisse bis etwa Ende September ausgewertet. "Zwischenergebnisse können wir nicht öffentlich mitteilen", sagt Martin Kretzschmar vom Team der Gutachter. "Aber wir teilen unsere Meldungen regelmäßig mit dem Landesamt und der Bezirksregierung." Er ist vorsichtig optimistisch. "Es sieht so aus, als würden gerade Probleme gefunden werden, die damit zusammenhängen, und die im Begriff sind, beseitigt zu werden."

Macht scheint wichtiger als der Mensch

Kölner Stadtanzeiger 05.05.2022 (ein Leserbrief von Graham Tomlin, Hürth) Zu "Gerüche belasten das Verhältnis" vom 28. April. Die verbreitete Empörung über den "Nachbarschaftsdialog" vom 26. April und den Artikel von Andreas Engels am 28. April ist verständlich und berechtigt. Nicht nur war die Veranstaltung selbst ein schlechtes Beispiel von Imagepflege und Kommunikation, sondern auch der Artikel war keineswegs eine ausgeglichene Darstellung des Ereignisses. Besorgte Bürgerinnen und Bürger wurden von den Veranstaltern unseriös behandelt, sogar eingangs auch noch beleidigt. Berichtet wurde jedoch nur von den Belangen der Veranstalter. Von der extrem schlechten Organisation, von der Beleidigung, von sehr mangelhaften Projektionsfolien (unlesbar) und von der schlechten Tonverstärkung erschien kein einziges Wort. Der Artikel er- schien im inneren Teil der Ausgabe der Lokalredaktion für den Rhein-Erft-Kreis, was den Eindruck erweckt, dass Metalldiebstahl am Friedhof Gleuel ein wesentlich größeres Problem für die ganze Gesellschaft darstellt (siehe Ausgabe von 29. April). Es geht für die Bürgerinnen und Bürger nicht nur um den Gestank im Raum Hürth/Brühl, oder die hiesigen Altlastprobleme, sondern auch um regionale, zum Beispiel das Großfeuer in Leverkusen (Currenta) oder das Kerosinleck in Wesseling, und nationale, wie zum Beispiel Bitter-feld, Vorkommnisse. Das verlangt eine über- geordnete journalistische Betrachtung, und nicht lediglich eine einseitige Nebenbei-Betrachtung einer Abmilderung einer gefühlten Gefahr für die Allgemeinheit. Es handelt sich nicht um vereinzelte Probleme, sondern um die Summe aller solchen Problemen. Das bedeutet Kooperation, Transparenz und gute Kommunikation, vertikal und horizontal, zwischen Industrie und Wirtschaft, lokaler, regionaler und nationaler Politik, den Medien und den Bürgerinnen und Bürgern. Stattdessen empfinden Bürgerinnen und Bürger, dass die Verantwortung einfach immer weitergereicht wird: Vom Stadtrat zur Stadtverwal- tung, nach oben zum Kreis, zur Bezirksregierung, zum Land und bis zum Bund. Und dann auch zurück nach unten. Analog dazu gilt das Bild auch für die Industrie. Studien werden erstellt und dann schwer zugänglich ge- macht durch Copyright oder teure Gebührenerhebung vor Veröffentli-chung. Politiker und Politikerinnen und Vertreter aus der Industrie erwecken in uns durch ihr Verhalten oft den Eindruck, dass es an Empathie für zum Beispiel Flutopfer mangelt, dass Macht wichtiger ist als Mensch, dass Gewinn wichtiger ist als Dienstleistung. Und dass die Bürgerinnen und Bürger bestenfalls einen verschwommenen Durchblick bekommen sollen. Leider hat der Artikel nicht zum besseren Durchblick beigetragen. Das ist schlechte Kommunikation, die zum Vertrauensverlust und zur Politikverdrossenheit führt. Das spaltet die Gesellschaft - eine Gesellschaft, die es verdient, ernst genommen zu werden.

ARD / WDR Lokalzeit vom 01.06.2022

Hier stellt sich auch die Frage: hat der Gutachter, haben die Gutachterkolleg:innen ver- stopfte Nasen? Datenschutz Kontakt/Impressum
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