“UNS STINKT‘S“ in der Presse

- KSTA bis WDR -

Verschiedene Korrespondenz

Kölner Stadt-Anzeiger 10./11. Dezember 2022 Zwischen Widerstand und Pragmatismus Bürger und Vertreter von Remondis diskutierten über die geplante Erweiterung des VZEK VON ULLA JÜRGENSONN Ursache des Gestanks gefunden Leserbrief zum Artikel und Kommentar “Ursache des Gestanks gefunden“, KStA, 1 Dezember, 2022; S 29“ VON GRAHAM TOMLIN, Bürgerinitiative „UNS STINKTS“ Nach der Bürgerveranstaltung vom 29.11.2022 Ein Dankeschön an Andreas Engels für seinen guten Bericht und noch besseren Kommentar. Er schrieb, dass die bisher durchgeführten Maß- nahmen zur einem Rückgang der Belästigungen geführt haben, und dass ein Unternehmer in der „Bürgerveranstaltung“ sogar versicherte: „Wir haben unsere Lektion gelernt.“ Was als „Bürgerveranstaltung“ an - gekündigt war hatte Herr Engels korrekterweise „Informationsveranstal- tung“ genannt, denn der Abend hatte dasselbe Format wie im Feier- abendhaus am 26.04.2022. Da saßen auch Industrie und Behörden (aber ohne Lokalpolitik) oben, die Bürger unten. Auch im April waren die Bürger nicht Mitwirkende, sondern nur sekundäre Akteure, kaum mehr als Empfänger von Beiträgen von oben nach unten. Das Format ließ eine eingehende Behandlung von Bürgerfragen nicht zu. Der Abend im Bürgerhaus begann mit Verzögerung, wenn auch womöglich gut be - gründet. Aber auf anderen Bühnen sind bekanntlich Trump und Putin Meister im Warten Lassen („Honi soit qui mal y pense“). Bei der Suche nach Verursachern arbeiteten also Behörden und Indus- trie zusammen mit der dazu beauftragten Firma ANECO. Aber wo ge- nau der Schwerpunkt für ANECO lag ist nicht deutlich, denn auf der ANECO-Homepage wird nur der erfolgreiche Kontakt zwischen Behörden und Unternehmen als Ziel gesetzt. Vielleicht soll man das Wohl der Bevölkerung intuitiv auch als Ziel verstehen? In der Veranstaltung wurde das Agieren der Bürger als Initiatoren der Gestanksbekämpfung noch immer nicht erwähnt. Im Kommentar fragt Herr Engels zu Recht, warum die Mängel der Behörden nicht früher auf - fielen. Es wirkt so, als ohne das Agieren der Bürgerinitiative und Petitionsaktionen weder Behörden noch Industrie überhaupt reagiert hätten. Abgesehen von den wenigen Lokalpolitikern, die sehr aktiv in der Bürgerinitiative sind, hat man seitens der lokalpolitischen Vertreter so gut wie gar nichts gehört (auch wenn für die Politik der Balanceakt zwischen dem Wohl der arbeitgebenden und steuerabwerfenden Industrie und dem Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner nicht immer einfach ist). Zu Recht gab es Gelächter, als in der Veranstaltung suggeriert wurde, dass Bürger gewisse Belästigungen nicht richtig zuordnen. Man kann aber sehr wohl unterscheiden zwischen großflächigen und unmittelbar lokalen Belästigungen - weder die stinkende Mülltonne im Nachbars- garten noch der Nachbar, der in seiner Garage mit einer nicht überhör - baren Flex arbeitet, verursachen eine großflächige Belästigung. Erstaunlicherweise wurde auch festgestellt, dass um 3:00 Uhr am 17.06.2022 keine Beschwerden gemeldet wurden! Darüber hinaus ver - langt die Zuordnung der Geruchsarten (LANUV-Bericht Seite 4, Tabelle 1: Geruchsquellen) subjektive Urteile, die nicht zu objektiven Bewert- ungen führen können, denn, weiß der Durchschnittsbürger definitiv, ob „hausmüllartig“ oder „Fäulnis/faulig“ oder „Säuerlich/vergoren“ anders riecht als „Gärrest“ oder „Klärschlamm“? Dr. Ralf Both, LANUV, sagte in der Veranstaltung, dass die Gerüche die gesetzlichen Grenzwerte knapp eingehalten würden. Dann sind wohl die gesetzlichen Grenzwerte extrem reformbedürftig. Wenn sich die Politik hinter den schlechten Gesetzen versteckt, die sie selbst verab - schiedet, ist das halt wohlfeil. Vielleicht hat womöglich Dr. Both einen solchen Gestank zu Hause nie aushalten müssen. Die Veranstaltung erlaubte viel zu wenig Zeit für eine eingehende Behandlung des Fragenkatalogs der Bürgerinitiative. Der Fragenkata- log und der LANUV-Bericht können unmöglich an solch einem Abend für alle Beteiligten zufriedenstellend abgearbeitet werden. Wir brauchen also weitere Diskussionstermine, eine verständliche Kurzfassung des LANUV-Berichts, und genug Zeit für alle Betroffenen auf Fragen und Bericht auf Augenhöhe einzugehen. Fazit: Es scheint, dass etwas erreicht wurde. Aber, wieso blieben Indus- trie und Behörden so lange inaktiv? Haben denn nicht alle eine Nase? Ohne Beschwerden, ohne den Druck durch die Bürgerinitiative und die OpenPetition einfach ein „Weiter so“ – wie so oft? Der Gesetzgeber scheint noch immer nicht gelernt zu haben, dass Selbstkontrolle ohne den Druck von unabhängigen Regeluntersuch- ungen ein sehr ineffektives Konzept ist. Es blieb am Dienstag das Gefühl, dass sich die Behörden durch die massiven Beschwerden aus der Bevölkerung selber sehr belästigt fühl - ten, sogar dass das LANUV diese Beschwerden nicht allzu ernst neh - men wollte. LANUV steht für Landesamt für Natur, Umwelt und Ver- braucherschutz. Umwelt, Natur und Verbraucher verdienen Besseres. Ursache des Gestanks gefunden Anlagen zur Kompostierung und Müllsortierung sowie das Eisenwerk verbreiten Gerüche VON ANDREAS ENGELS KOMMENTAR VON ANDREAS ENGELS zur Aufklärung der Beschwerden über Gestank. Zwei Verursacher identifiziert VON HANS PETER BRODÜFFEL Kölner Stadt Anzeiger 12. AUGUST 2022 Anwohner wehren sich gegen Gestank Gutachter ermitteln Geruchskorridore Wetterdaten auch berücksichtigt VON ANICA TISCHLER

Macht scheint wichtiger als der Mensch

Kölner Stadtanzeiger 05.05.2022 (Leserbrief von Graham Tomlin, Hürth) Zu "Gerüche belasten das Verhältnis" vom 28. April.

ARD / WDR Lokalzeit vom 01.06.2022

Hier stellt sich auch die Frage: hat der Gutachter, haben die Gutachterkolleg:innen verstopfte Nasen? > Korrespondenz an zuständige Dienststellen > Presse-Korrespondenz Home Datenschutz Kontakt/Impressum