Presse ARD - WDR und Meinungen
Versteckt – verteilt – verharmlost
ARD / WDR
Aktuelle Stunde vom 01.04.2023
Zur Thematik "Beton-Recycling von Atomkraftwerken"
Das Problem: versteckt – verteilt – verharmlost; die abfall-
wirtschaftliche Verwertung und Beseitigung von gering radio-
aktivem AKW-Abrissmaterial.
Nach
dem
Abriss
eines
AKW
bleiben
tausende
Tonnen
radioaktives
Material
zurück.
Der
größte
Teil
des
strahlenden
Bauschutts
wird
per
sogenannter
"Freimessung"
umdeklariert
und
soll
dann
kostengünstig
auf Deponien verscharrt, verbrannt oder wiederverwertet werden.
Die Öffentlichkeits
beteiligung verkommt dabei zur Farce.
Eine Hürther Meinung der Bürgerinitiative
Gut
zu
wissen,
dass
unsere
Bürgerinitiative
"Uns
Stinkt’s"
weiter
macht.
Interessierte
Hürtherinnen
und
Hürther
sind
sehr
froh,
dass
"UNS
STINKT’S"
nach
langem
Mühen
erste
Erfolge
bei
der
Bekämpfung
der
Gestanksbelästigung erzielen konnte.
Trotzdem gilt es:
"Wir bleiben mit der Nase dran!"
Es gibt da wohl noch zu tun.
Es
kommen
genug
Probleme
auf
uns
zu.
Wenn
das
wärmere
Wetter
da
ist
werden
wir
wohl
sehen,
ob
die
Luft
riecht
oder
nicht.
Dann
die
Alt-
und
Neulasten,
die
entweder
schon
auf
den
Deponien
in
der
Ville
sind
oder
in
Zukunft
aus
nah
und
fern
angekarrt
werden.
Diese
Webseite
fokussiert
auch
intensiv
auf
die
Sorge,
dass
RWE
den
eigenen
AKW-
Abrissabfall von Biblis in die Ville bringen könnte.
Diese
Sorgen
haben
zuletzt
Gehör
im
Brühler
Markt
Magazin
gefunden
(siehe
diese
Webseite)
–
und
dafür
danken
wir
sehr.
Auch
freuen
wir
uns
auf
die
Behandlung
der
Probleme
im
lokalen
Fernsehen
–
demnächst
in
einem
WDR-Fernsehbericht
in
der
"Aktuellen
Stunde"
(siehe oben: “
“).
Im
Großen
und
Ganzen
ist
dennoch
das
Gefühl
geblieben,
dass
die
Anliegen
der
Bürgerinnen
und
Bürger
von
der
Industrie,
Politik
und
Behörden
nicht
ernst
genommen
werden.
Wir
kennen
aus
erster
Hand
das
Beispiel
einer
von
der
Industrie
inszenierten
"Nachbarschafts-
dialog"
zum
Thema
Gestanksbelästigung
im
vergangenen
Jahr,
Viele
empfanden
die
Veranstaltung
eher
als
"Selbstdarstellungsmonolog",
ohne Bürgerbeteiligung auf Augenhöhe.
Ansonsten,
anstatt
großflächig
auf
solche
Umweltprobleme
in
den
Medien
einzugehen
sieht
man
eher
nur
lächelnde
Gesichter
auf
Image-
Pflege-Fotos
in
der
Presse.
Was
bleibt
ist
der
Eindruck,
dass
Politik
und
Behörden
darauf
vertrauen,
dass
die
Industrie
Regeln
und
Vor-schriften
einhält,
ohne
sie
zu
kontrollieren.
Dabei
hätten
Industrie,
Politik
und
Behörden
von
sich
aus
viel
früher
ein
Ende
der
Gestanks-belästigung
hätte
herbeiführen
können!
Somit
verlieren
Industrie,
Politik
und
Behörden das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger.
Alles
anders
als
vertrauensbildend.
Bei
dem
Medienverhalten
bekommt
man
leider
den
Eindruck,
dass
die
Bürgerinnen
und
Bürger
unsere
Umweltprobleme noch nicht richtig zur Kenntnis genommen haben!
Gerade darum bleibt die Bürgerinitiative "UNS STINKT’S"
mit der Nase dran!
Bürgerinitiative “Uns stinkt’s“
“Wir bleiben mit der Nase dran“
VON HANS PETER BRODÜFFEL
Aufgrund
des
massiven
Drucks
der
Bürgerinitiative
„Uns
stinkt’s
–
Gegen
Geruchsbelästigung
in
Brühl,
Erftstadt,
Hürth
und
Umgebung“
konnten
die
Verursacher
der
lang
beklagten
üblen
Gerüche
im
süd-
lichen Rhein-Erft-Kreis im Herbst letzten Jahres identifiziert werden.
Im
Frühling
wollen
die
Mitglieder
der
Initiative
nun
kontrollieren,
ob
die
Ursachen tatsächlich beseitigt werden konnten.
Bereits
bei
der
Bürgerinformationsveranstaltung
Ende
letzten
Jahres
in
Hürth kündigten Mitglieder der Initiative an, weiter aktiv zu bleiben.
“Das
Feststellen
der
Verursacher
für
den
Gestank
ist
schon
ein
großer
Erfolg.
Aber
wir
bleibenmit
der
Nase
dran.
Wenn
die
Temperaturen
wieder
steigen,
werden
wir
ja
riechen
können,
ob
der
ekelhafte
Gestank
endlich
ausbleibt.“
Der
Brühler
Willi
Koch
und
Marion
Sand
aus
Erftstadt
von
der
Initiative
“Uns
stinkt’s“
wollen
unbedingt
“dran-
bleiben“.
Das
erachtet
auch
ihr
Mitstreiter
Graham
Tomlin
aus
Hürth
als
dringend
erforderlich,
trotz
erster
Erfolge:
“Geblieben
ist
nach
wie
vor
die
Frustration
darüber,
dass
die
Anliegen
der
Bürgerinnen
und
Bürger
nicht
ernst
genommen
werden,
weder
von
der
Industrie
noch
von
Politik
und
Behörden.“
Die
Mobilisierung
der
Behörden
durch
die
Initiative
war
jedoch
landesweit
einmalig.
1.173
Meldungen
von
über
400
Beschwerdeführern,
Ortstermine
bei
vermuteten
Verursachern,
großflächige
Rasterbegehungen
und
40
Geruchsmelder,
die
mit
dem
Fahrrad
und
einer
Handy-App
unterwegs
waren.
Die
Quellen
für
die
fauligen
und
säuerlichen
Gerüche
entdeckten
die
Behörden
in
Erftstadt,
in
einer
Kompostieranlage
der
Firma
Reterra
und
einer
Sortieranlage
für
Hausmüll
des
Unternehmens
Remondis.
Der
Bezirks-regierung
zufolge
waren
Mängel
in
den
Verursacherbetrieben
im
Verwertungszentrum
aufgedeckt
worden.
Dazu
gehörten
große
Löcher
in
der
Kompostierhalle,
durch
die
Gerüche
ins
Freie
dringen
konnten.
Die Halle ist inzwischen saniert, weitere Mängel sind beseitigt worden.
Die
Bezirksregierung
will
die
Anlagen
künftig
jährlich
statt
alle
drei
Jahre
kontrollieren.
Die
metallischen
und
chemischen
Gerüche
sollen
vom
Eisenwerk
in
Brühl
kommen.
Dort
werden
700
Grad
heiße
Motorblöcke
unter freiem Himmel aus Gussformen gelöst. Abhilfe soll eine
Halle
mit
Ablüftungsanlage
schaffen.
Diese
sei
aber
technisch
auf-
wendig,
sodass
die
Halle
erst
2024
in
Betrieb
genommen
werden
könne.
AKW-Abfall in die Ville?
Für
zusätzlichen
Diskussionsstoff
sorgen
nun
Befürchtungen,
dass
Bauschutt
des
Kernkraftwerks
Biblis
in
der
Ville-Deponie
lagern
könnte.
“Kein
AKW-Müll
in
die
Ville“
lautet
die
aktuelle
Parole
der
Aktivisten
aus
Erftstadt,
Brühl
und
Hürth.
„Wir
fragen
uns,
wie
radioaktiv
Bauschutt
von
stillgelegten
Atomkraftwerken
ist“,
so
Marion
Sand.
Die
Erft-
städterin
beschäftigt
sich
nach
eigener
Aussage
schon
seit
vielen
Jahren
mit
dem
Thema
und
ist
sich
sicher,
dass
„immer
etwas
in
die
Umwelt
gelangt.“
Das
stillgelegte
Kernkraftwerk
in
Hessen
wird
nun
nach
und
nach
abgerissen.
Vor
einigen
Wochen
wurde
der
erste
Kühlturm
gesprengt.
Insgesamt
fallen
60.000
Tonnen
Abfall
an.
Pläne,
den
Abfall
im
nahegelegenen
Büttelborn
zu
lagern,
stoßen
bei
der
dortigen
Bevölkerung
auf
Widerstand.
Sie
fordern,
dass
der
Kernkraft-
betreiber
den
Abfall
auf
seiner
Deponie
in
der
Ville
entsorgt.
Laut
der
vom
Bundesumweltministerium
beauftragten
Entsorgungskommission
handelt
es
sich
bei
dem
Bauschutt
um
ungefährliches
freigemessenes
Material.
Die
Strahlendosis
sei
trivial,
habe
einen
Wert
von
zehn
Mikrosievert.
Wer
seinen
Brustkorb
röntgen
lasse,
werde
mit
200
Mikrosievert
be-
lastet.
Bei
den
Mitgliedern
der
Bürgerinitiative
bleiben
dennoch
viel
Skepsis und ein mulmiges Gefühl.
Unser
Kommentar:
Es
stimmt,
bei
unserer
Bürgerinitiative
bleibt
viel
Skepsis,
denn
die
Strahlendosis
von
zehn
Mikrosievert
ist
schon
bedeutungsvoll.
Der
Schutz
der
Bevölkerung
vor
künstlich
erzeugten
radioaktiven
Stoffen
muss
oberste
Priorität
haben,
denn
aus
radiolo-
gischer
Sicht
gibt
es
keine
Grenze,
unterhalb
derer
Radioaktivität
für
Lebewesen
unschädlich
ist.
Die
Freigabe
von
künstlich
erzeugten
radioaktiven Stoffen aus Atomanlagen - und damit die Verteilung in
die Umwelt - ist zu beenden.
"Es gibt keine unschädliche ionisierende Strahlung"
So
warnte
schon
2017
der
Deutsche
Ärztetag
vor
einer
Verharmlosung
möglicher
Strahlenschäden
durch
die
geplante
Verteilung
von
gering
radio-aktivem Restmüll aus dem Abriss von Atomkraftwerken.
Bauschutt aus AKWs
Bürger aus Brühl, Erftstadt, Hürth
und Umgebung wollen Deponierung
abwenden
Es droht Ärger.
Der Grund: Die Deponie "Vereinigte Ville", die zu Teilen von RWE
betrieben wird. Die Bürgerinitiative "UNS STINKT’S" fürchtet, dass
der Konzern dort Bauschutt aus Atomkraftwerken lagern will.
Ein Bericht von Sebastian Galle / Stand: 09.02.2023, 09:45 h
Morgenecho vom 09.02.2023
. . . ob wir schonmal, was von Beton-
Recycling von AKWs gehört haben?
Aufgrund
von
Informationen
zum
Thema
AKW-Rückbau
Biblis
und
Bau-
schutt
mit
sogenannter
"Freimessung"
nach
Büttelborn
wurden
wir
auf
das Thema "strahlender AKW-Müll aus Biblis" aufmerksam.
In
diesem
Zusammenhang
ist
es
durchaus
denkbar,
dass
dieses
"AKW-
Recycling"
aus
Biblis
bei
uns
in
der
"Vereinigte
Ville"
verkippt
werden
könnte/sollte? AKW-Betreiber in Biblis ist RWE.
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